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KOMBINATIONSPILLE

Die sogenannte Kombinationspille enthält sowohl Progesteron als auch Östrogen. Die Pille enthält Hormone, die denjenigen ähneln, die auf natürliche Weise im Körper produziert werden: Progesteron und Östrogen. Es gibt zwei verschiedene Typen der Pille:

  • die besagte Kombinationspille bzw. die östroprogestative Pille. Bei diesem Pillentyp wird von verschiedenen „Generationen“ der Pille gesprochen.

  • Die Mikropille enthält ausschließliche Progesteron.

ZUALLERERST

 

99,7%*

91%**

 

sicher und verlässlich

 

Mit Hormonen.

 

Kombinationsmethode, die auf zwei Hormonen basiert: Gestagen und Östrogen.

 

Denken Sie daran…

 

Falls Sie die Pille über einen Zeitraum von 12 Stunden oder mehr als 12 Stunden vergessen haben, sind Sie nicht mehr vor einer Schwangerschaft geschützt. Denken Sie daran, ein Kondom zu benutzen.

 

Achtung:

 

Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

* Theoretische Wirksamkeit: Beobachtete Wirksamkeit der Methode unter optimalen Nutzungsbedingungen

(ohne Anwendungsprobleme und ohne Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten)

** Praktische Wirksamkeit.

WIE FUNKTIONIERT DIESE METHODE?

Jede Pille enthält zwei Typen von Hormonen. Die Dosis hemmt wirksam den Eisprung, verdickt den Zervixschleim (was den Spermien die Passage erschwert) und hemmt die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut, sodass diese nicht in der Lage ist, eine eventuell befruchtete Eizelle aufzunehmen.

Es existieren mehrere Typen der Kombinationspille. Im Allgemeinen enthalten die Blisterpackungen der Pille 21 oder 24 Tabletten, welche die Hormone beinhalten, wobei nach Beendigung jeder Blisterpackung eine Pause von 4 oder 7 Tagen eingelegt wird.

INTERESSANTE ZAHLEN UND INFORMATIONEN

WIE IST DIE PILLE EINZUNEHMEN?

SCHRITT 1

Zunächst einmal müssen Sie zu Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin oder zu einem Gynäkologen/ einer Gynäkologin gehen, der/ die Ihnen ein Rezept ausstellen wird, das Sie in der Apotheke einlösen können.


SCHRITT 2

Sie möchten die Pille zum ersten Mal einnehmen oder nach einer längeren Pause erneut ansetzen? Dann müssen Sie mit der Blisterpackung am ersten Tag Ihrer Regelblutung beginnen.


SCHRITT 3

Nehmen Sie täglich eine Pille zur gleichen Tageszeit. Sie sind nicht mehr geschützt, wenn Sie sich innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme der Pille übergeben müssen oder Durchfall haben.


SCHRITT 4

Wenn Ihre Blisterpackung 21 Tabletten enthält, legen Sie nach 21 Tagen der täglichen Einnahme eine Pause von 7 Tagen ein. In diesem Zeitraum werden Sie Ihre Regelblutung haben. Wenn die Pause von 7 Tagen abgelaufen ist, beginnen Sie mit einer neuen Blisterpackung mit 21 Tabletten, auch wenn Sie noch Blutungen haben sollten. Wenn Sie beispielsweise mit der Blisterpackung an einem Dienstag beginnen, haben Sie 3 Wochen später am Dienstag Ihre Regelblutung und beginnen mit einer neuen Blisterpackung am darauffolgenden Dienstag.
Im Fall einer Blisterpackung mit 28 Tabletten wird keine Pause eingelegt, und Sie beginnen mit einer neuen Blisterpackung, sobald die letzte Blisterpackung aufgebraucht ist (auch wenn Sie noch Blutungen haben sollten).

ZU WELCHEM PREIS IST DAS PRODUKT ERHÄLTLICH?

Bei Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin oder Ihrem Gynäkologen/ Ihrer Gynäkologin

In Familienplanungszentren

In der Apotheke

Die Kombinationspille kostet durchschnittlich zwischen 18-166 € pro Jahr (13 Zyklen). Die Krankenversicherung (CNS) erstattet bis zu 80% der Kosten für dieses Verhütungsmittel bei Frauen im Alter von unter 30 Jahren.

(Bei diesen Preisangaben handelt es sich um den Durchschnittspreis, der tatsächliche Preis kann davon abweichen)

VORTEILE

• Die Kombinationspille ermöglicht einen regelmäßigeren Menstruationsrhythmus (28 Tage).

 

• Es ist möglich, die Regelblutung zu verschieben, indem zwei Blisterpackungen ohne Pause eingenommen werden. Bestimmte Kombinationspillen, die kontinuierlich eingenommen werden, können die Regelblutung unterdrücken.

 

• Sie müssen nicht bei jedem Geschlechtsverkehr an die Verhütung denken, aber darauf achten, die Pille täglich einzunehmen.

 

• Diese Verhütungsmethode ist nicht für stillende Frauen geeignet.

GUT ZU WISSEN

• Die Kombinationspille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Denken Sie daher daran, zusätzlich ein Kondom zu benutzen.

 

• Die Pille ist weniger verlässlich, falls es in den 2 bis 4 Stunden nach der Einnahme zu Erbrechen oder Durchfall kommt oder wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden, z.B. Antibiotika.

 

• Bei der Nutzung eines kombinierten hormonellen Verhütungsmittels (z.B. der Kombinationspille) besteht ein erhöhtes Risiko für eine Venenthrombose. Dabei handelt es sich um Blutgerinnsel, die sich in den Venen bilden können und gefährlich sind. Dieses Risiko ist im ersten Jahr der Nutzung des Verhütungsmittels und nach dem erneuten Ansetzen des Verhütungsmittels nach einer Pause von mehr als 4 Wochen höher.

 

• Es ist zunächst einmal erforderlich, dass Sie Ihren Arzt/ Ihre Ärztin aufsuchen, um eine ärztliche Verordnung zu erhalten. Der Arzt/ die Ärztin wird auch überprüfen, ob bei Ihnen ein Risiko für eine Thrombose vorliegt. Es bestehen mehrere Kontraindikationen im Hinblick auf die Nutzung der Pille, weshalb es wichtig ist, dass Sie Ihren allgemeinen Gesundheitszustand mit dem Arzt/ der Ärztin besprechen, bevor Sie ein derartiges Verhütungsmittel ansetzen.

 

• Die Regelblutungen, die bei der Anwendung der Kombinationspille eintreten, sind keine echten Regelblutungen und werden auch als Entzugsblutungen bzw. Abbruchblutungen bezeichnet. Sie treten auf, wenn es in der Woche der Einnahmepause oder während der Einnahme der sogenannten „inaktiven“ Tabletten zu einem Hormonabfall kommt.

HÄUFIGE FRAGEN

Warum spricht man von verschiedenen Generationen der Pille?

Die Kombinationspillen der ersten Generation wurden in den 1950er Jahren entwickelt. Später folgten die Pillen der zweiten, dritten und vierten Generation. Man unterscheidet die verschiedenen Generationen der Pille basierend auf den Molekülen, die diese enthalten.

Die Pille der dritten und vierten Generation stand in letzter Zeit in der Kritik, weil man eine leichte Erhöhung der Thromboserisiken im Vergleich zur Pille der zweiten Generation beobachtet hatte.

Kommt es durch die Pille zu einer Gewichtszunahme?

Die ersten Generationen der Pille waren höher dosiert als heute: Sie führten gelegentlich zu recht unangenehmen Nebenwirkungen bei den Frauen.
Aktuell können die Frauen während der ersten Zyklen nach dem Ansetzen der Pille möglicherweise die folgenden Nebenwirkungen bemerken: Gewichtszunahme, Brustschmerzen, Zunahme der Akne (auch wenn die Pille im Allgemeinen für einen Rückgang der Akne sorgt), Haarausfall etc. Diese ungefährlichen Nebenwirkungen sollten von allein verschwinden: Falls sie jedoch nicht abklingen sollten, suchen Sie bitte Ihren Arzt/ Ihre Ärztin auf.

Führt die Pille zu einer Verringerung der Libido ?

Zunehmend mehr Frauen bestätigen, dass es zu einer Verringerung der Libido kommt, wenn sie hormonelle Verhütungsmittel nutzen. Bisher wurden nur wenige Studien durchgeführt, in denen dieser Aspekt analysiert wurde.

Wir können die Erfahrungen nicht verleugnen, die von diesen Frauen gemacht wurden. Allerdings weisen wir darauf hin, dass das sexuelle Verlangen nicht nur eine Frage der Hormone ist. So könnte das Wissen, dass ein verlässliches Verhütungsmittel genutzt wird, bei manchen Frauen dazu führen, dass sie eine gewisse Beruhigung verspüren und sich sicherer fühlen, sodass sie beim Geschlechtsverkehr eine größere Befriedigung erreichen.

Welche feministischen Argumente existieren im Zusammenhang mit der Pille?

Die Pille stellte einen Wendepunkt für die Emanzipation der Frauen dar. Dadurch, dass sie ihre Fruchtbarkeit kontrollieren konnten, war es den Frauen möglich, eine andere Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen als diejenige, die ihnen zuvor zugestanden wurde, nämlich Kinder zu kriegen und diese zu erziehen. Sie konnten nun die Sexualität aus der Perspektive des Vergnügens erleben, ohne Angst vor einer ungeplanten Schwangerschaft haben zu müssen.

Heute reichen diese Fortschritte für einige Frauen und Feministinnen jedoch nicht mehr aus. Bei ihnen besteht der Wunsch, sich von der medizinischen Kontrolle und den Pharmaunternehmen zu emanzipieren und die Entwicklung von Verhütungsmethoden voranzubringen, die auch die Männer betreffen. Leider befinden sich die Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der männlichen Verhütung größtenteils noch in der experimentellen Phase.